Ding und Wang Hao scheiden im Viertelfinale aus
Ding Liren und Wang Hao sind bei der Chinesischen Schnellschachmeisterschaft in Shaoxing im Viertelfinale ausgeschieden. Ding verlor gegen Xiao Tong im Blitz-Stichkampf, Wang Hao gegen Xu Xiangyu. Yu Yangyi ist der einzige der vier Elo-Favoriten, der im Halbfinale steht.
Vier Schnellschachpartien gegen Xiao Tong endeten remis, der erste Blitz-Stichkampf ebenfalls. In der zweiten Blitzpartie hatte Ding Liren mit Schwarz klaren Vorteil und brachte ihn nicht ins Ziel. Beide waren da schon knapp an der Zeit, und am Ende drehte Xiao die Partie. Der Ex-Weltmeister war damit im Viertelfinale der Chinesischen Schnellschachmeisterschaft in Shaoxing ausgeschieden.
Drei von vier Favoriten sind draußen
Auch Wang Hao kam nicht weiter. Er verlor mit 1½:2½ gegen Xu Xiangyu (Elo 2594). In der ersten und dritten Partie leisteten sich beide grobe Fehler, sodass jeder eine gewann. Die zweite Partie holte Xu mit Weiß überzeugend, in der vierten reichte ihm das Remis. Lu Shanglei (2586) schlug den an Position vier gesetzten Bu Xiangzhi (2593) mit 2½:1½. Der Wertungsunterschied war klein, trotzdem standen damit drei der vier höchstbewerteten Spieler nach diesem Tag nicht mehr im Turnier.
Yu Yangyi, der Titelverteidiger, ist der einzige Favorit, der übrig blieb. Gegen Bai Jinshi gewann er mit Weiß die erste Partie überzeugend und spielte danach dreimal remis, 2½:1½. In der vierten Partie wurde es eng: Es stand Dame und Läufer gegen Turm, Läufer und Springer, und Yu musste das Remis erst festhalten. Im Halbfinale trifft er auf Xu Xiangyu, Xiao Tong spielt gegen Lu Shanglei.
24 Spieler, K.-o.-System, Armageddon als Notbremse
Die Meisterschaft findet zum fünften Mal statt, vom 2. bis 6. November in Shaoxing. Im Feld sind Ding Liren, Yu Yangyi, Wang Hao und Bu Xiangzhi neben mehreren jüngeren Großmeistern. Acht gesetzte Spieler stiegen erst im Achtelfinale ein, die übrigen 16 spielten in einer Vorrunde die restlichen acht Plätze aus. Jedes Match besteht aus vier Schnellschachpartien mit 15 Minuten und zehn Sekunden Zuschlag je Zug. Bei Gleichstand folgen zwei Blitzpartien mit 3 Minuten und 2 Sekunden. Steht es danach immer noch unentschieden, entscheidet eine Armageddon-Partie: Weiß hat 5 Minuten, Schwarz 4 Minuten, dafür genügt Schwarz das Remis.
Im Achtelfinale am Dienstag waren noch alle acht Favoriten weitergekommen. Ding und Yu gewannen jeweils mit 2½:½, Wang Hao schlug Dong Hongfu mit 3:0, und Bu brauchte gegen den titellosen Huang Renjie vier Partien (3:1). Ding besiegte Song Yuxin, die als einzige Frau ins Hauptturnier gekommen war. Am knappsten ging es zwischen Xiao Tong (2476) und Zeng Chongsheng (2475) zu, deren Match erst im Blitz entschieden wurde: Xiao gewann 3½:2½. Einen Tag später warf er Ding raus.
Im Oktober reichte es noch fürs Finale
Im Oktober ging Ding als Titelverteidiger ins Shenzhen Nanshan Masters und stand dort im Finale gegen Yu Yangyi. Nach vier Remis im Schnellschach gewann jeder eine Blitzpartie, dann nahm Yu die Armageddon-Partie mit Weiß für sich.
Xiao Tong war bei diesem Turnier in Shenzhen im Viertelfinale an Wang Hao gescheitert. Wang lag nach einem Remis und einer Niederlage zurück, glich in der dritten Partie aus und gewann die vierte.
