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Kotter gewinnt das Knebel-Gedenkturnier mit 6 aus 7

Nach dem Ausfall der 13. Auflage ist das Seniorenturnier im Ruhrgebiet zurück: im Herbst, mit sieben Runden in zwei Wochen und in einem neuen Spiellokal. Den Neustart gewann der einzige Titelträger im Feld. FM Ralf Kotter blieb ohne Niederlage und holte 6 Punkte vor Thomas Peter.

14. Oktober 20262 Minuten LesezeitMatt am Donnerstag

Am 13. Oktober, in der sechsten Runde, saß FM Ralf Kotter mit Schwarz seinem Vereinskollegen Helmut Schorra gegenüber. Beide spielen für den SV Horst-Emscher, in dessen Vereinsheim das Turnier ausgetragen wurde. Kotter führte vor der Partie mit 4,5 Punkten, Schorra hatte 4. Kotter gewann und lag danach mit 5,5 Punkten vorn. Thomas Peter vom SV Wattenscheid folgte nach seinem Sieg über Norbert Krüger mit 5 Punkten.

In der siebten Runde am 14. Oktober trafen am Spitzenbrett Kotter und Helmut Hassenrück von der SG Gladbeck aufeinander, und die beiden einigten sich auf Remis. Damit stand Kotter bei 6 Punkten aus 7 Partien. Peter spielte am zweiten Brett ebenfalls Remis, gegen Udo Steingrobe von den Schachfüchsen Kempen, und blieb bei 5,5. Schorra schlug Krüger und kam auf 5 Punkte, so viele hatte am Ende auch Hassenrück. Nach Wertung wurde Schorra Dritter, Hassenrück Vierter.

Sieben Runden ohne Niederlage

Kotter, mit Elo 2216 an Position eins gesetzt, gewann in der ersten Runde mit Weiß gegen Michael Wolff und teilte in der zweiten mit Peter den Punkt. Danach gewann er vier Partien in Folge, gegen Romuald Samisch, Frank Heikaus, Dietmar Lorenz und schließlich Schorra. Insgesamt stehen bei ihm fünf Siege und zwei Remis. Peter, mit 2048 an Position acht gesetzt, kam auf vier Siege und drei Remis und blieb damit ebenfalls ungeschlagen.

Hassenrück, der Zweitgesetzte, verlor in der zweiten Runde gegen Dr. Volker Gassmann von den Schachfreunden Essen-Katernberg und gewann danach drei Partien nacheinander. Gassmann wurde mit 4,5 Punkten Fünfter. Schorra, mit 2108 an Position vier gesetzt, hatte nur gegen Kotter verloren.

Ein Feld mit Lücken

Am Start standen 24 Spieler, zugelassen waren bis zu 44. Der Elo-Schnitt lag bei 1851, und Kotter war der Einzige mit einem Titel in der Startliste. Der an Position drei gesetzte Rainer Woller gewann seine erste Partie, trat danach aber nicht mehr an und wurde ab der dritten Runde nicht mehr ausgelost. Insgesamt wurden sieben Partien kampflos entschieden, zwei davon gingen zulasten von Lorenz.

Gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System mit 90 Minuten für 40 Züge, danach 30 Minuten für den Rest der Partie und 30 Sekunden Zuschlag je Zug. Die ersten vier Runden fanden vom 5. bis 8. Oktober statt, die Runden fünf bis sieben vom 12. bis 14. Oktober, jeweils um 11 Uhr. Als Veranstalter ist auf der Turnierseite Olaf Arndt eingetragen, Hauptschiedsrichter war Franz Schulze Bisping.

Das Willi-Knebel-Turnier ist ein Seniorenturnier mit langer Tradition im Ruhrgebiet. Die 13. Auflage fiel aus. Die Schachfreunde Essen-Katernberg haben sich gemeinsam mit den Schachfreunden aus Gelsenkirchen-Horst für einen Neustart entschieden und die Nummerierung mit der 14 fortgesetzt. Bernd Rosen schrieb dazu:

Denn die 13 ist ja offensichtlich doch eine Unglückszahl...Bernd Rosen, Schachfreunde Essen-Katernberg

Neu sind der Termin im Herbst statt im Frühjahr, die Zahl von sieben Runden statt neun und der Spielort. Name und Altersklassen sind geblieben, alle Teilnehmer brauchten für die Elo-Auswertung eine FIDE-Kennung.

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