Schachcoach
Schachnews
Farbe
Brett
Kontakt
Schachnews › Deutschland › Liga

Die Bundesliga holt sich einen Vermarkter

Die Schachbundesliga lässt sich sechs Saisons lang von der Chess Media Group vermarkten, derselben Agentur, die seit August die Rechte des Deutschen Schachbunds verkauft. Liga und Verband stimmen sich dabei ab. Als Erstes sucht die Liga einen Titelpartner, möglichst schon für die laufende Saison.

5. November 20263 Minuten LesezeitMatt am Donnerstag

Magnus Carlsen und Richard Rapport spielen für den FC St. Pauli, Vincent Keymer für die OSG Baden-Baden, Dinara Wagner für den Titelverteidiger SC Viernheim. Markus Schäfer, Präsident des Schachbundesliga e. V., sagt, die Liga habe den Anspruch, die stärkste der Welt zu sein, und löse ihn an jedem Spielwochenende am Brett ein. Dann kommt der Nachsatz:

Was uns gefehlt hat, ist die Bühne dafür.Markus Schäfer, Präsident des Schachbundesliga e. V.

Die Bühne soll jetzt die CMG Chess Media Group bauen. Die Liga hat mit der Agentur aus Osnabrück vereinbart, dass sie die Bundesliga exklusiv vermarktet, sechs Saisons lang bis Ende Juni 2032. Am Donnerstag, 5. November, haben Liga, Deutscher Schachbund und CMG das gemeinsam mitgeteilt.

Was die Agentur verkauft

Vermarktet wird die Liga als Ganzes: die Titelpartnerschaft, das Presenting der zentralen Endrunde, Partnerschaften auf Ligaebene, Flächen in den Übertragungen und auf den digitalen Kanälen sowie Hospitality bei der Endrunde. Die Titelpartnerschaft ist ab sofort zu haben, auch schon für die Saison 2026/27. Wer sie kauft, wird Teil des Wettbewerbsnamens.

Dazu baut die Liga ihre eigene Marke auf. Im ersten Quartal 2027 soll eine neue Website starten, außerdem gibt es ein Redaktionsteam für die Ligakanäle und überregionale Pressearbeit. Die Vereine behalten nach Schäfers Worten ihre Partner und ihre Spielorte.

Der Schachbund hat mit Liga und CMG zusätzlich eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die die Bundesliga mit den Rechten und der Reichweite des Verbands verbindet. Präsident Paul Meyer-Dunker nennt es einen Gewinn für beide Seiten, dass Liga und Verband ihre Vermarktung abstimmen, statt nebeneinanderher zu arbeiten. Partner sollen so das ganze deutsche Schach erreichen können, vom Nachwuchs über die Nationalmannschaften bis zur Bundesliga. Die Spieltage begleitet der Schachbund seit dem Saisonstart mit Livekommentar von Katharina Reinecke und Sonja Bluhm auf SchachdeutschlandTV.

Die Agentur kennt den Schachbund schon

Die CMG Chess Media Group GmbH sitzt in Osnabrück. Der Schachbund hatte die Partnerschaft am 3. August bekanntgegeben und gab damit zum ersten Mal seine Werbe- und Medienrechte an einen externen Dienstleister ab.

Die Agentur verkauft seither alle Sponsoring-, Werbe- und Medienrechte des Schachbunds: die Nationalmannschaften, die Deutsche Amateurmeisterschaft mit sieben Stationen, die Frauen-Bundesliga, Schulschach an mehr als 4.000 Schulen und die digitalen Kanäle mit rund 500.000 Besuchen im Monat auf schachbund.de. Ab der Saison 2026/27 sollen Live-Übertragungen mit Moderation für die Top-Wettbewerbe des Verbands dazukommen. Geschäftsführer ist Tobias Eismann. Zur Bundesliga sagt er:

Die Bundesliga ist ein internationales Produkt mit deutscher Heimat und eine Bühne, die bisher kaum vermarktet wurde.Tobias Eismann, Geschäftsführer der CMG

Eine Liga im neuen Rhythmus

In der Bundesliga spielen 16 Mannschaften an acht Brettern. Seit dieser Saison gibt es fünf Termine mit je drei Runden, vorher waren es sieben Wochenenden. Meister und Absteiger werden vom 2. bis 4. April 2027 an einem zentralen Spielort in Neuwied ermittelt.

Titelverteidiger ist der SC Viernheim mit Nodirbek Abdusattorov und Jan-Krzysztof Duda in der Meldeliste, Vizemeister die OSG Baden-Baden, 16-mal Meister, mit Fabiano Caruana, Keymer und Viswanathan Anand. Am ersten Wochenende trat keine der beiden mit ihrer stärksten Aufstellung an.

Das erste Wochenende vom 9. bis 11. Oktober gewannen beide mit drei Siegen und 6 Mannschaftspunkten. Viernheim führte mit 17½ Brettpunkten vor Baden-Baden mit 13½, denn die Badener gewannen alle drei Kämpfe knapp mit 4½:3½. Bayern München folgte mit 5 Punkten. St. Pauli hatte 4, darunter ein Derby gegen den Hamburger SK, in dem alle acht Partien remis endeten.

Selbst besser werden?

Bock auf Training?

Das erste Gespräch ist immer kostenlos.

Erstgespräch anfragen →

Über die Schachnews

Die Schachnews entstehen mit Unterstützung einer KI aus den verlinkten Quellen. Sie erscheinen jeden Mittag automatisch, geprüft wird jede Ausgabe vorher von einem Programm. Einen Fehler gefunden? Schreib an kontakt@schachcoach.com.