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Europapokal: Blübaum lässt einen Gewinn liegen, Pähtz holt den Titel

Matthias Blübaum ließ in der Schlussrunde des Europapokals mit einem Turm mehr noch ein Dauerschach zu, Nagykanizsai gewann gegen Nitra trotzdem 4½:1½ und wurde Fünfter. Schönaich feierte den ersten Wettkampfsieg, Berlin schloss als Fünfzehnter ab, und Elisabeth Pähtz holte mit Monte-Carlo den Titel der Frauen.

23. Oktober 20265 Minuten LesezeitMatt am Samstag

Matthias Blübaum hatte einen Turm mehr, gut 27 Minuten auf der Uhr und einen Gegner in Zeitnot: Filip Haring aus Nitra saß vor dem 31. Zug noch knapp viereinhalb Minuten. Blübaum zog Sf1. Mit Lf3 wäre die Partie gewonnen gewesen, so aber konnte Schwarz mit Sf3 und drei Damenschachs ein Dauerschach erzwingen. Nach 34 Zügen stand das Remis fest.

Blübaum – Haring, Runde 7Weiß am Zug: 31.Sf1 lässt Dauerschach zu, mit 31.Lf3 stand Weiß auf Gewinn (+7,80)

Dabei hatte Blübaum die Partie vorher selbst in seine Richtung gedreht. Im Katalanischen war lange nichts entschieden, bis Haring im Mittelspiel einen Turm in einen Abtausch schickte, der nicht aufging. Schwarz verlor Material, Weiß stand danach auf Gewinn, und wenig später war daraus ein ganzer Turm Vorsprung geworden.

Fünfter, einen Punkt hinter Bronze

Das Remis kostete Nagykanizsai nichts. Das Team schlug SK Nitra 4½:1½, weil Andrei Volokitin, Benjamin Gledura, Ihor Samunenkov und Daniil Yuffa gewannen. Nur M Pranesh, der in der Runde zuvor Anish Giri besiegt hatte, verlor am ersten Brett gegen Samir Sahidi. Blübaum beendete das Turnier mit 4½ aus 6 und ohne Niederlage. Mit 11 Mannschaftspunkten wurde Nagykanizsai Fünfter, einen Punkt hinter Bronzegewinner Rishon LeZion A, der auf 12 kam. Mit je 13 Punkten lagen Bayegan Pendik und Novy Bor vorn, Pendik gewann die Wertung.

Berlin schlägt Brügge, Schmidek vergibt den Sieg

Die Schachfreunde Berlin gewannen 5:1 gegen KBSK Brügge. Marius Fromm schlug Nils Vantorre nach 38 Zügen, Magnus Ermitsch Frederic Decoster nach 58 und Tymon Czernek Helmut Cardon nach 36. Sebastian Poltorak gewann kampflos gegen Tijs Cocquyt, Emil Schmidek und Arnd Lauber remisierten. Berlin kam mit 10 Mannschaftspunkten auf Platz 15, genau auf den Rang seiner Setzliste.

Schmidek hatte mit Schwarz gegen Steven Geirnaert mehr in der Hand, als das Ergebnis zeigt. Geirnaert schlug im 36. Zug mit 36.Lxb4 auf b4, statt mit der Dame zu nehmen, und gab damit eine ausgeglichene Stellung aus der Hand. Nach 36...Txe2 stand Schwarz auf Gewinn, doch Schmidek hatte weniger als eine Minute auf der Uhr und spielte 37...Dxb2. Nach 38.Dxb2 war die Partie remis, mit 37...La6 hätte er den Vorteil gehalten. Schmidek schloss mit 5½ aus 7 ab und blieb ungeschlagen.

Geirnaert – Schmidek, Runde 7Weiß am Zug: 36.Lxb4 gibt die Stellung aus der Hand, besser war 36.Dxb4

Schönaich gewinnt zum ersten Mal

Im siebten Anlauf gelang dem TSV Schönaich der erste Wettkampfsieg, 4:2 gegen den Cercle d'Echecs de Monte-Carlo aus dem offenen Turnier, der mit 2 Punkten Platz 105 belegte. Jan Philipp Rechner (1994) besiegte am ersten Brett den Internationalen Meister Damir Levacic (2090), auch Kai Giebler und Martin Velitchkov gewannen. Nils Stukenbrok und Moritz Reck remisierten, nur Daniel Bisanz verlor. Zuvor hatte Schönaich dreimal remisiert und dreimal verloren, mit 5 Punkten wurde das Team 87.

Das deutsche Duell der Runde gewann der SV Mülheim-Nord 4:2 gegen König Tegel. Tom Bus gegen Tobias Smith und Gunther Voss gegen Luise Schmidt siegten für Mülheim, die übrigen vier Partien endeten remis. Mülheim-Nord beendete das Turnier mit 6 Punkten auf Platz 70, Tegel mit 4 Punkten auf Platz 95.

Riehen, St. Pauli, Erlangen und Echternach siegen

Riehen gewann 3½:2½ gegen Guzelbahce und wurde mit 9 Punkten Zwanzigster. Markus Ragger und Dorian Jaeggi siegten, Jonas Rosner, Nicolas Brunner und Moritz Valentin Collin remisierten, Gregor Haag verlor am dritten Brett gegen Poyraz Efe Asici (2172). Rosner und Haag kamen beide auf 4 aus 7.

Den höchsten Sieg aller deutschen Teams feierte der FC St. Pauli mit 5½:½ gegen SK Rockaden team 2. Aljoscha Feuerstack, Can Ertan, Frank Sawatzki, Jonah Krause und Fabian Müller gewannen, Triona Eberle remisierte. Mit 8 Punkten wurde St. Pauli 38., Feuerstack beendete das Turnier mit 5 aus 7.

Der SC Erlangen schlug Drejtesia 4½:1½. Leon Mons, Stefan Mijovic, Florian Dürr und Daniel Diller gewannen, Michael Willim remisierte, nur Jonas Feldheim verlor. Erlangen belegte mit 8 Punkten Platz 49. De Sprenger Echternach gewann 3½:2½ gegen Sharks 4NCL, durch Siege von Christopher Noé, Danijel Gibicar und Michael Hammes sowie ein Remis von David Ramien. Echternach wurde mit 8 Punkten 46., Noé erzielte 5 aus 7.

Liège und Weisse Dame verlieren zum Schluss

Standard de Liège unterlag Wasa SK 1:5 und beendete das Turnier mit 6 Punkten auf Platz 64. Marcel Jügel (2115) holte gegen Birger Wenzel ein Remis und blieb mit 6 aus 7 ohne Niederlage, auch Patrick Terhuven remisierte. Ingo Cordts, Thorsten Cmiel, Luk Vanstreels und Ingo Lindam verloren. Der SK Weisse Dame Hamburg verlor 2½:3½ gegen Diagonal Alcorcon und wurde mit 4 Punkten 99. Deniz Schmidt und Peter-Rene Mandelbaum gewannen, Florian Popist remisierte, Ben Erk, Dustin Tennessee Opasiak und Lennert Parnitzke verloren.

Pähtz holt den Titel, Köln und Löberitz verlieren

Bei den Frauen gewann der Cercle d'Echecs de Monte-Carlo den Titel. Der Titelverteidiger schlug Davit Jojua's chess club 4:0 und kam auf 12 Punkte, ebenso viele wie CE Gambit Bonnevoie nach dem 2½:1½ gegen Crvena Zvezda. Die Wertung entschied für Monte-Carlo (159,5 zu 145). Elisabeth Pähtz, die in der Runde zuvor nicht gespielt hatte, gewann am vierten Brett gegen Barbare Ashotia nach 42 Zügen. Sie beendete das Turnier mit 4½ aus 5 und holte Einzelgold am vierten Brett.

Dinara Wagner remisierte für SuperChess Romania nach 44 Zügen gegen Agnesa Stepania Ter-Avetisjana. Der Wettkampf gegen die SG Löberitz endete 3½:½ für SuperChess, das mit 9 Punkten Fünfter wurde. Ilze Berzina, Elina Otikova und Rebekka Schuster verloren ihre Partien, Schuster gegen Marsel Efroimski schon nach 25 Zügen. Löberitz belegte mit 6 Punkten Platz 13, Wagner steht bei 2½ aus 6.

Der Klub Kölner Schachfreunde unterlag Napredak Zenica 1½:2½, obwohl drei der vier Partien remis endeten. Hannah Sayce und Milica Popadic spielten 121 Züge, Anna Kantane und Ana Berke 92, Anna-Maja Kazarian einigte sich mit Ena Cvitan nach 21 Zügen. Die Entscheidung fiel am dritten Brett, wo Katharina Reinecke gegen Marija Marcetic nach 56 Zügen verlor. Köln beendete das Turnier mit 6 Punkten auf Platz 14, einen Rang hinter Löberitz, das bei gleicher Punktzahl die bessere Wertung hatte.

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