Lalit Babu gewinnt das Münsterland-Open mit 7,5 aus 9
Beim 43. Münsterland-Open fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde: GM Lalit Babu blieb als Topgesetzter ungeschlagen und kam auf 7,5 Punkte aus 9 Partien. IM Mykola Korchynskyi und FM Sascha Kurt blieben mit je 7 einen halben Punkt zurück. Gespielt wurde vom 17. bis 24. Oktober.
Vor der neunten Runde am Samstagvormittag, dem 24. Oktober, lagen zwei Spieler mit je 6,5 Punkten vorn: der indische GM Lalit Babu und FM Sascha Kurt von der DJK Aufwärts Aachen. In der achten Runde hatten sie sich bereits remis getrennt. Kurt spielte am ersten Brett mit Weiß gegen FM Aleksander Xhembulla vom Schachklub Münster 32 und kam über ein Remis nicht hinaus. Lalit Babu gewann mit Schwarz gegen Collin Goldkuhle von den Schachfreunden Essen-Werden und zog damit auf 7,5 Punkte davon.
Dahinter wurde es eng. IM Mykola Korchynskyi, an Nummer zwei gesetzt und für den Schachverein Erkenschwick am Brett, schlug mit Schwarz Toshiya Aguike von der Raisdorfer SG und kam wie Kurt auf 7 Punkte. Die Buchholzwertung entschied mit 47 zu 46 für Korchynskyi, Kurt wurde Dritter. Mit je 6,5 Punkten folgten Xhembulla, IM Rao Sharan von Rao's Chess Corner und WFM Tamila Trunz von der Schachgemeinschaft Porz. Sharan gewann in der Schlussrunde gegen FM Luka Schwitkowski, Trunz gegen FM Luca Englert. Trunz war mit Elo 2059 nur an Position 45 gesetzt und wurde Sechste.
Sechs Siege, drei Remis, keine Niederlage
Lalit Babu, mit Elo 2489 der Topgesetzte, begann mit einem Sieg gegen WFM Alicia Kovalskyy und schlug am Sonntagvormittag FM Siddhanth Poonja. In der dritten Runde teilte er mit FM Englert den Punkt, in der vierten folgte das Duell der beiden Bestgesetzten gegen Korchynskyi, ebenfalls remis. Danach gewann er dreimal nacheinander, gegen FM Nelson Strehse, FM Schwitkowski und Xhembulla. Mit Poonja waren es vier FM, die er im Turnier besiegte. Nach dem Remis gegen Kurt in der achten Runde und dem Sieg gegen Goldkuhle standen am Ende sechs Siege und drei Remis.
Am Start standen 82 Spieler mit einem Elo-Schnitt von 2097, darunter ein Großmeister, vier Internationale Meister, die WGM Isha Sharma und 13 FM. Aus Indien kamen acht Spieler, Sharma wurde mit 6 Punkten Achte. Im Vorjahr hatte das 42. Münsterland-Open GM Alexander Bagrationi mit 7 aus 9 gewonnen, damals lagen vier weitere Spieler mit ebenfalls 7 Punkten gleichauf, und die Feinwertung musste entscheiden. In der Open-Kategorie spielten damals 170 Spieler, darunter zwei GM und drei IM.
Zwei weitere Gruppen mit 230 Spielern
Das B-Open mit 140 Spielern ging ebenfalls über neun Runden. Es gewann Markus Kaiser von der SG Arnstadt-Stadtilm mit 7,5 Punkten, an Nummer 25 gesetzt mit Elo 1926. Sarah Fetahovic von der Schachgesellschaft Solingen wurde mit 7 Punkten und der besten Buchholzwertung (51) Zweite. Dahinter lagen Elias Le vom Schachverein Unna, Philipp Gottkehaskamp von Schach Nienberge und Edgar Ribbeheger von SK Sodingen/Castrop ebenfalls mit 7. Der Topgesetzte FM Rafael Torres-Kuckel aus Ahlen kam auf 6,5 Punkte und Rang zehn.
Das 34. Challengers mit 90 Spielern lief über sieben Runden vom 18. bis 24. Oktober. Pascal Wiemann vom SV Türme Billerbeck gewann mit 6,5 Punkten, obwohl er mit Elo 1677 nur an Nummer 14 gesetzt war. Sein Vereinskollege Jost Trappmann, an Position 42 gesetzt mit Elo 1527, wurde mit 6 Punkten Zweiter vor Kiron Walter von den Schachfreunden Drensteinfurt, der ebenfalls 6 hatte, aber die schwächere Buchholzwertung (24,5 gegen 27,5). Der Topgesetzte Niclas Betz aus Flensburg kam mit 5,5 Punkten auf Rang vier.
Die A- und B-Gruppe spielten neun Runden im Schweizer System mit 90 Minuten für 40 Züge, danach 30 Minuten für den Rest der Partie und 30 Sekunden Zuschlag je Zug ab dem ersten Zug. Die erste Runde begann am Samstag, dem 17. Oktober, um 17 Uhr, die zweite und dritte folgten am Sonntag um 10 und um 17 Uhr, die Runden vier bis acht wurden werktags um 17 Uhr gespielt, die neunte am Samstag um 11 Uhr. Ausrichter war der SK Münster 1932, Hauptschiedsrichter Finn Christopher Petersen. Zum Turnier gehörten außerdem ein Elo-Blitzturnier und ein Chess960-Turnier.
