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Paltrinieri gewinnt in Freiburg nach Wertung, Trabert bei den Frauen

In Freiburg endeten die Badischen Meisterschaften mit einem Wertungskrimi: Bei den Männern hatten am Ende fünf Spieler 5 Punkte aus 7 Partien, und FM Nicholas Paltrinieri lag nach der Buchholzwertung vorn, obwohl er die letzten beiden Runden verloren hatte. Bei den Frauen blieb WGM Bettina Trabert in fünf Runden ohne Punktverlust.

27. Oktober 20263 Minuten LesezeitMatt am Mittwoch

Fünf Runden lang lief für Nicholas Paltrinieri alles nach Plan. Der an Nummer 1 gesetzte FM vom Schachclub Brombach (Elo 2406) gewann gegen Paul Berg, Simon Max Skembris, Robin Stürmer, Maximilian Ruff und Martin Werner und stand nach dem Montagmorgen bei 5 aus 5. Dann kippte das Turnier. Am Montagnachmittag verlor er mit Schwarz gegen Lukas Pfatteicher, am Dienstagmorgen in der Schlussrunde mit Weiß gegen Max Arnold. Dass er trotzdem ganz oben steht, liegt an der Feinwertung.

Zwei Niederlagen, trotzdem Platz eins

Vor der siebten Runde führten Paltrinieri und Pfatteicher von den Karlsruher Schachfreunden mit je 5 Punkten, dahinter lagen sechs Spieler mit 4. Am ersten Brett setzte sich FM Max Arnold vom SK 1926 Ettlingen mit Schwarz gegen den Spitzenreiter durch. Am zweiten Brett schlug FM Stefan Bücker vom SC Pforzheim den Vorjahres-Vizemeister Pfatteicher. Robin Stürmer von den SF Schwarz-Weiß Merzhausen gewann mit Schwarz gegen Erik Eberhart. Damit standen Paltrinieri, Stürmer, Pfatteicher, Arnold und Bücker gemeinsam bei 5 Punkten.

Die Buchholzwertung sortierte sie: Paltrinieri kam auf 23 Punkte, Stürmer auf 22, Pfatteicher und Arnold auf je 21, Bücker auf 19,5. Pfatteicher lag wegen der höheren Summe der Buchholzwertungen vor Arnold. Ein einziger Buchholzpunkt trennte Paltrinieri also von Platz zwei.

Ein Feld mit Elo-Schnitt 2055

Am Start waren 28 Spieler mit einem Elo-Schnitt von 2055. Gespielt wurde vom 23. bis 27. Oktober im Zähringer Keller in Freiburg, sieben Runden im Schweizer System mit 40 Zügen in 90 Minuten, danach 30 Minuten für den Rest der Partie und 30 Sekunden Zuschlag je Zug. Die erste Runde begann am Freitag um 16 Uhr, am Samstag folgten Runden um 10 und 16 Uhr, am Sonntag eine um 10 Uhr, am Montag wieder zwei und am Dienstag um 10 Uhr die Schlussrunde.

An der Spitze der Startrangliste standen Paltrinieri (2406), Arnold (2326), Bücker (2259) und Ruff (2253), dahinter FM Jörg Weidemann (2233) und CM Simon Max Skembris (2222). Einen Großmeister oder Internationalen Meister gab es nicht. Als bester der Verfolger wurde Martin Werner vom SSV Bruchsal mit 4,5 Punkten Sechster. Mit Elo 2047 an Nummer 14 gesetzt, schlug er in der dritten Runde mit Weiß den an Nummer 2 gesetzten Arnold und teilte in den Runden 6 und 7 den Punkt mit Bücker und Ruff. Gleich viele Punkte holten Ruff als Siebter und Weidemann als Achter.

Trabert gibt keinen Punkt ab

Parallel spielten acht Frauen die Badische Fraueneinzelmeisterschaft, fünf Runden im Schweizer System mit derselben Bedenkzeit. WGM Bettina Trabert (Elo 2222) ließ nichts anbrennen: Sie schlug Sophia Horn, Anja Kathrin Landenberger, Jenni Wellenreich, Laura-Alice Stoos und zum Abschluss die an Nummer 2 gesetzte WFM Sarah Hund und gewann mit 5 aus 5. Trabert, Jahrgang 1969, ist seit 2000 Woman Grandmaster. Schon 1987 gewann sie in Erlangen das Zonenturnier zur Frauen-Weltmeisterschaft, und zwischen 1986 und 2000 spielte sie bei fünf Frauen-Olympiaden für Deutschland.

Zweite wurde Jenni Wellenreich (Elo 1856) mit 3,5 Punkten, die an Nummer 3 gesetzt war. Dritte war Laura-Alice Stoos (1643) mit 2,5, sie holte in der Schlussrunde mit Schwarz ein Remis gegen Wellenreich. Vier Spielerinnen kamen auf 2 Punkte: Sarah Hund, Anja Kathrin Landenberger, Hanna van Almsick und Elina Ledyankina. Ledyankina, mit Elo 1501 die Schwächste im Feld, hatte in der dritten Runde mit Weiß Hund besiegt. Sophia Horn blieb bei einem Punkt aus zwei Remisen.

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