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Junioren-WM: Begmuratov und Roebers vorn

V. Pranav hatte die Junioren-WM im Schnellschach mit sechs Siegen begonnen und verlor in der achten Runde gegen Khumoyun Begmuratov. Der Usbeke blieb in Al Ain unbesiegt, wurde mit 7½ aus 9 Weltmeister, und Pranav bekam nach der Feinwertung Silber. Bei den Mädchen gewann Eline Roebers aus den Niederlanden mit einem Remis in der letzten Runde, weil ihre beiden Verfolgerinnen verloren.

4. November 20263 Minuten LesezeitMatt am Freitag

Vor der achten Runde führte V. Pranav die Junioren-WM im Schnellschach mit 6½ aus 7 an, einen halben Punkt vor dem Usbeken Khumoyun Begmuratov. Dann spielten die beiden gegeneinander, Pranav hatte Weiß, und Begmuratov gewann nach 50 Zügen. Mit 7 Punkten übernahm er die Spitze und gab sie nicht mehr her: In der letzten Runde reichte ihm ein Remis gegen den Inder Prraneeth Vuppala. Mit 7½ aus 9 war er Weltmeister, mit sechs Siegen, drei Remis und ohne Niederlage.

Ein Turmzug, und die Dame steht im Angriff

Pranav hatte in dieser Partie schon im 13. Zug gut fünf Minuten verbraucht, blieb aber lange im Spiel. Im 36. Zug zog er mit 36.Tb1 den Turm weg von a1, statt mit 36.De3 die Dame ins Spiel zu bringen. Nach 36...Td2 war seine Dame auf e2 angegriffen, und nach 37.De1 nahm Begmuratov mit 37...Lxf5 den Springer. Danach war die Partie nicht mehr zu retten.

Pranav – Begmuratov, Runde 8Weiß am Zug: 36.Tb1? Mit 36.De3 war die Stellung noch zu halten, nach 36...Td2 ist die Dame angegriffen und der Springer auf f5 geht verloren

Nach sechs Siegen zum Auftakt holte Pranav aus den letzten drei Runden nur noch einen Punkt. In Runde 7 rettete er gegen Read Samadov aus Aserbaidschan ein Remis nach 122 Zügen, obwohl Samadov mit Weiß schon nach dem 17. Zug von Schwarz auf Gewinn stand. In Runde 9 teilte er den Punkt mit Erdem Khubukshanov (FIDE-Flagge). Weil Samadov und die beiden Armenier Robert Piliposyan und Aleks Sahakyan in der Schlussrunde gewannen, standen am Ende vier Spieler mit 7 Punkten da. In der Buchholz-Wertung lag Pranav mit 54 zu 53½ vor Samadov, das ergab Silber und Bronze. Sahakyan, der als Nummer 19 mit Elo 2263 ins Turnier gegangen war, wurde Fünfter.

Vor einem Jahr in Lima fehlte der letzte Schritt

Begmuratov hatte schon die Weltmeisterschaft 2025 in Lima ganz vorn begonnen. Mit seinen Landsleuten Mukhammadzokhid Suyarov und Mukhiddin Madaminov führte er vor der neunten Runde mit 6½ aus 8, verlor dann aber gegen den topgesetzten Denis Lazavik. Suyarov wurde damals Weltmeister, Madaminov Zweiter. Diesmal spielte Suyarov als Nummer 4 der Setzliste und kam mit 5 Punkten auf Platz 22. Auch Artem Uskov, die Nummer 2, blieb mit 5½ Punkten auf Platz 20 weit hinter den Erwartungen. Von den fünf Bestgesetzten kamen nur Pranav und Samadov aufs Podium.

Roebers genügt ein Remis

Bei den Mädchen sah es vor der neunten Runde nach einem Dreikampf aus. Eline Roebers, mit Elo 2366 die Topgesetzte, Umida Omonova aus Usbekistan und Marina Kuznetsova (FIDE-Flagge) hatten je 6½ Punkte. Roebers war nach sechs Runden bei 4½ gewesen und hatte danach zweimal gewonnen. In der Schlussrunde spielte sie gegen die Russin Veronika Iudina remis und kam auf 7. Omonova verlor gegen ihre Landsfrau Afruza Khamdamova, Kuznetsova gegen Evgeniia Satanovskaia. Damit lagen fünf Spielerinnen bei 6½, und die Feinwertung gab Omonova Silber und Kuznetsova Bronze. Khamdamova, die 2025 in Lima Silber geholt hatte, wurde Fünfte. Valeria Kleymenova, nach sechs Runden noch mit Omonova vorn, holte aus den letzten drei Runden keinen Punkt und wurde Neunte.

Maha Ali war die einzige Deutsche im Feld. Sie kam auf 4 Punkte und Platz 26 unter 42 gemeldeten Spielerinnen. Zum Abschluss gab es Sonderpreise für die besten arabischen Teilnehmer, die an den Ägypter Abdalrahman Sameh Mohamed und an Rouda Essa Alserkal aus den Emiraten gingen; Al Ain ist 2026 Arabische Hauptstadt des Tourismus.

Die offene Blitz-WM der Junioren geht am Freitag, 6. November, mit den Runden 8 bis 13 zu Ende. Die letzte Runde beginnt um 15.45 Uhr deutscher Zeit (Ortszeit 18.45 Uhr). Die Partien werden bei Lichess übertragen.

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