Sutovsky leitet die Firma der FIDE
Die FIDE hat Großmeister Emil Sutovsky zum CEO von FIDE Enterprises ernannt, ihrer Schweizer Gesellschaft für das Geschäftliche. Am selben Tag kamen drei Namen in der Umgebung von Präsident Timur Turlov dazu: Håkan Jalling, Darcy Lima und Alexander Martynov.
Emil Sutovsky trägt jetzt zwei Hüte. Die FIDE hat den Großmeister am 5. November zum CEO von FIDE Enterprises ernannt, einer Gesellschaft mit Sitz in der Schweiz, die dem Weltverband vollständig gehört. Seinen bisherigen Posten als Chefberater von Präsident Timur Turlov behält er daneben.
Die Firma des Weltverbands
Als CEO soll Sutovsky die kommerziellen Aktivitäten der FIDE leiten. Im Mittelpunkt stehen langfristige Partnerschaften und neue Geschäftsmöglichkeiten. FIDE Enterprises soll helfen, das wirtschaftliche Potenzial des Schachs zu heben, und das Profischach enger an sein weltweites Publikum binden. Der Sport soll dadurch ansprechender und für mehr Menschen zugänglich werden. Die Ernennung gehört nach Angaben der FIDE zu ihren Bemühungen, die institutionellen und kommerziellen Fähigkeiten des Verbands zu stärken. Wie die Firma Geld verdienen soll, sagt die FIDE nicht.
Sutovsky ist einer der ersten Namen, die Turlov seit der Vorstellung der neuen Verbandsstruktur am 26. Oktober berufen hat. Das Präsidialbüro und die Verwaltung unter Generalsekretärin Alina Dvoretskaya waren in den Tagen danach besetzt worden.
Drei neue Namen um den Präsidenten
Am selben Tag baute die FIDE ihr Netz aus Vertretern und Beratern des Präsidenten aus. Drei Personen übernehmen neue Aufgaben.
Håkan Jalling wird Vertreter des Präsidenten für die Aufnahme des Schachs ins olympische Programm. Er ist Präsident der Nordischen Schachföderation und war zuvor Präsident des schwedischen Verbands. Unter ihm erkannte das Schwedische Olympische Komitee den Schachverband im April 2026 an. Außerdem leitet er die Kommission für olympische Angelegenheiten der Europäischen Schachunion. Bei der FIDE soll er die Beziehungen zwischen den nationalen Schachverbänden und ihren Olympischen Komitees fördern, gemeinsam mit anderen im Team, die sich um dieses Thema kümmern.
Der brasilianische Großmeister Darcy Lima, früher Präsident des brasilianischen Schachverbands, wird Vertreter des Präsidenten für den institutionellen Dialog. Er soll die Zusammenarbeit der Verbände erleichtern und den Austausch von Erfahrungen anregen, abgestimmt mit den Kollegen in verwandten Bereichen.
Alexander Martynov wird Senior Advisor des Präsidenten. Er soll Turlov in strategischen und organisatorischen Fragen beraten, dessen vorrangige Vorhaben unterstützen und an der langfristigen Agenda des Verbands mitarbeiten.
Jalling und Lima arbeiten künftig neben den schon früher genannten Vertretern. Zusammen sollen sie den Kontakt der FIDE zu Schachorganisationen und zur internationalen Sportbewegung pflegen.
