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Die Zeitschrift SCHACH erscheint zum ersten Mal auf Englisch

Die Zeitschrift SCHACH gibt es zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf Englisch. Die Ausgabe heißt CHESS INSIGHT, ist am 1. Oktober erschienen und nur digital zu haben. Im ersten Heft erzählt Peter Leko von seiner Arbeit als Trainer von Vincent Keymer.

6. Oktober 20261 Minuten LesezeitMatt am Dienstag

Wer in der DDR Schach spielte, hatte genau eine Schachzeitschrift zur Auswahl, und die hieß schlicht „Schach“. 1947 war sie in Berlin als „Schach-Express“ gestartet, seit 1950 trägt sie ihren heutigen Namen, und von 1953 an war sie im Osten die einzige ihrer Art. Fast acht Jahrzehnte später macht das Blatt einen Schritt, den es in seiner Geschichte noch nicht gegeben hat, und erscheint auch auf Englisch.

Die englische Ausgabe heißt CHESS INSIGHT und ist seit dem 1. Oktober über die Plattform Forward Chess zu haben, ausschließlich digital. Das erste Heft hat 84 Seiten und kostet 2,99 US-Dollar. Partien und Analysen lassen sich dort direkt auf einem Brett nachspielen, Variante für Variante. Das passt zu einem Heft, das vor allem für seine ausführlich kommentierten Partien bekannt ist.

Inhaltlich geht es um die Grand Chess Tour mit dem Sinquefield Cup in St. Louis, das Sparkassen Chess Meeting in Dortmund und den Esports World Cup in Paris. Herzstück ist ein langes Stück mit Peter Leko, dem Trainer von Vincent Keymer. Dazu kommen der Fragebogen der Zeitschrift, diesmal mit dem Fotografen Lennart Ootes, außerdem Trainingsmaterial, Kombinationen, Studien, Rezensionen und Schachgeschichte. Unter den Autoren sind neben Leko auch Karsten Müller, Elisabeth Pähtz und Dmitrij Kollars.

Im Untertitel führt die Zeitschrift die „Deutsche Schachzeitung von 1846“, deren Titel 1989 an den Schach-Report ging und mit ihm 1996 an SCHACH. Daher rührt die Rechnung von rund 180 Jahren Tradition, mit der die Redaktion die neue Ausgabe vorstellt. Seit dem Jahreswechsel 2024/25 leitet der Internationale Meister Jonathan Carlstedt das Heft als Nachfolger von Raj Tischbierek, der es seit 1991 geführt hatte. Der Verlag gehört seit Ende 2024 zu den Chess Tigers. Auch die deutsche Ausgabe gibt es erst seit April dieses Jahres zusätzlich in digitaler Form.

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