MOVE Cup: Neues Elite-Turnier in Barcelona, Carlsen stellt es vor
Am 20. Oktober soll in Barcelona ein neues Turnier für die Weltspitze vorgestellt werden, der MOVE Cup. Termin und Ort stehen, Preisgeld, Format und Teilnehmer sind dagegen noch offen. Beteiligt ist der Wettanbieter BETBY, für den Magnus Carlsen seit 2024 wirbt.
Barcelona im Januar 2026: Auf einer Bühne der ICE, einer großen Messe der Glücksspiel- und Wettbranche, saßen Magnus Carlsen, Hikaru Nakamura und Levy Rozman, und die beiden Großmeister spielten vor Publikum eine Blindpartie, die nach einem taktischen Gewitter remis endete. Eingeladen hatte BETBY, einer von Carlsens Sponsoren. Ein Dreivierteljahr später kehrt Carlsen für ein neues Projekt in dieselbe Stadt zurück.
Am 20. Oktober 2026 soll er in Barcelona den MOVE Cup vorstellen. Das Turnier wendet sich an die besten Großmeister der Welt und soll nach dem Willen der Organisatoren ein fester Termin im Schachkalender werden. Die erste Ausgabe ist für den 18. bis 20. Januar 2027 angekündigt, zeitgleich mit der ICE Barcelona. Zur Pressekonferenz am 20. Oktober werden neben Carlsen Leonid Pertsovskiy erwartet, Chef und Mitgründer von BETBY.
Ein Wettanbieter als Geldgeber
BETBY ist ein Anbieter von Technik für Sportwetten. Das Unternehmen hat Carlsen Ende Oktober 2024 zu seinem weltweiten Markenbotschafter gemacht. Pertsovskiy sagte damals, Carlsen stehe für Qualität, Innovation und strategische Exzellenz. Als Geldgeber des MOVE Cups wird Pertsovskiy genannt, die Medienarbeit für das Turnier soll der Journalist David Llada übernehmen. Die Veranstalter wollen hochklassiges Schach mit Unterhaltung und wirtschaftlichem Engagement verbinden.
Eine Stiftung für Jugend und mentale Gesundheit
Zum MOVE Cup gehört die neu gegründete MOVE Foundation, für die das Turnier die erste Veranstaltung sein soll. Die Stiftung will die Verbreitung des Schachs unterstützen, junge Talente fördern und die Forschung zum Verhältnis von Schach und mentaler Gesundheit voranbringen. Eröffnet wird der Cup mit einer Benefizveranstaltung, bei der Spitzenspieler gegen Spender und Prominente antreten.
Woher das Geld der Stiftung kommt, ist bisher nicht bekannt.
Was noch offen ist
Die Veranstalter sprechen von einem bedeutenden Preisfonds und einer Form, die das Publikum einbeziehen soll. Summe, Regeln, Bedenkzeit und Teilnehmerfeld haben sie bisher nicht genannt, das soll am 20. Oktober geschehen. Auch ob Carlsen selbst mitspielt, ist nicht bestätigt: Dass er das Turnier vorstellt, heißt noch nicht, dass er am Brett sitzt.
