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Heimsieg beim Nibelungenopen: Karsay holt 6 aus 7

Beim 19. Wormser Nibelungenopen spielten 172 Teilnehmer um einen garantierten Preisfonds von über 5.400 Euro. Im A-Turnier setzte sich in der Schlussrunde der Gastgeber durch: FM Pascal Karsay vom SV Worms 1878 blieb vor drei Verfolgern mit 5,5 Punkten. Das B-Turnier gewann ein Neunjähriger.

11. Oktober 20262 Minuten LesezeitMatt am Montag

Vor der siebten Runde sah es nach einem Dreikampf aus. Der Inder Arun Kataria, der Pole Pawel Grabowski und der Wormser FIDE-Meister Pascal Karsay hatten jeweils 5 Punkte aus 6 Partien. Kataria und Grabowski trafen am Spitzenbrett aufeinander und einigten sich auf Remis, beide standen damit bei 5,5. Karsay gewann seine Partie und kam auf 6 aus 7. Er gewann das Turnier damit allein, Grabowski wurde nach Wertung Zweiter, dahinter folgten Martin Heider, der am dritten Brett gewann, und Kataria, alle mit 5,5 Punkten.

Ein Feld mit Wormser Spitze

Das Nibelungenopen wurde vom 8. bis 11. Oktober vom SV Worms 1878 ausgerichtet, gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System mit 90 Minuten für 40 Züge, danach 30 Minuten für den Rest der Partie und 30 Sekunden Zuschlag je Zug. Insgesamt nahmen 172 Spieler teil, 87 im A- und 85 im B-Turnier, und damit neun weniger als im Vorjahr. Ausgeschrieben war ein garantierter Preisfonds von über 5.400 Euro bei höchstens 190 Teilnehmern. Der Elo-Schnitt im A-Turnier lag bei 1936.

Die Setzliste des A-Turniers wurde diesmal von Spielern aus der Region angeführt: Martin Heider (Elo 2416) und Pascal Karsay (2375), beide Worms, vor Paul Hinrichs (2307) aus Heidesheim. Insgesamt gingen acht Spieler mit einer Zahl von etwa 2200 oder mehr an den Start, darunter die FIDE-Meister Pawel Grabowski, Arun Kataria und Roland Ollenberger sowie CM Oleg Derr. Hinrichs erwischte mit 3 Punkten aus 5 Partien und zwei Niederlagen einen schlechten Start und griff nicht in den Kampf um den Sieg ein, am Ende kam er auf 5 Punkte. In der dritten Runde gewann Heider das Wormser Duell gegen Ollenberger.

Nach fünf Runden führte Kataria mit 4,5 Punkten, dahinter lag eine Gruppe von sechs Spielern mit 4. Am Sonntag gab es zwischen den Favoriten keine direkte Entscheidung: In der sechsten Runde remisierte Kataria am Spitzenbrett gegen Heider, während Karsay gegen Oleg Derr und Grabowski gegen Paul Perske gewannen und damit zu Kataria aufschlossen.

Der Sieger im B-Turnier ist neun Jahre alt

Im B-Turnier siegte Georg Derr von der VSG 1880 Offenbach mit 6 Punkten aus 7 Partien. Er ist erst neun Jahre alt. Den zweiten Platz nach Wertung belegte Fatih Kanlidere vom SK 1912 Ludwigshafen, ebenfalls mit 6 Punkten. Kanlidere war zur ersten Runde nicht angetreten und gewann dann alle sechs Partien, die er spielte. Dritter wurde Werner Gutzen vom SK 1962 Ladenburg mit 5,5 Punkten. Die besten Wormser waren Dominik Schäffner und Elias Großkopf mit je 4,5 Punkten. Im Vorjahr hatten im B-Turnier erfahrene Amateure vorn gelegen.

Im A-Turnier hatte 2025 FM Nico Stelmaszyk gewonnen, mit 5,5 Punkten und nach Wertung vor vier Spielern, darunter Martin Heider als Dritter. Der Wormser Schachverein hatte im September sein Ehrenmitglied Daniel Hendrich verloren, der im Alter von 44 Jahren überraschend gestorben war. Hendrich war an der jährlichen Organisation des Nibelungenopens maßgeblich beteiligt. Turnierdirektor war Elias Holschuh, Hauptschiedsrichterin Sandra Schmidt.

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