Bundesliga: Viernheim und Baden-Baden führen nach Runde 3
Der Titelverteidiger gewann auch seinen dritten Wettkampf des Auftaktwochenendes und führt mit sechs Mannschaftspunkten, gleichauf mit Baden-Baden. Bayern München holte in München gegen St. Pauli ein 4:4. Zugzwang, Deggendorf, Düsseldorf und Erkenschwick starten ohne Mannschaftspunkt in die Pause bis zum November.
Sieben Remis und eine einzige Entscheidung: Am fünften Brett gewann Gabor Papp für den Hamburger SK gegen Vitaly Kunin von der MSA Zugzwang. Weil alle anderen sieben Partien unentschieden endeten, hieß es am Sonntagmorgen am Münchner Spielort 4½:3½ für Hamburg. Für die Gastgeber war es der dritte Wettkampf in drei Tagen ohne Mannschaftspunkt, und das in ihrer sechsten Saison in der ersten Liga.
Hamburg kommt durch den Sieg auf drei Mannschaftspunkte und liegt mit 11½ Brettpunkten auf Platz 11. Zugzwang steht bei null Punkten und 10 Brettpunkten auf Platz 13.
Rapport und Pranav halten St. Pauli im Rennen
Am selben Spielort ging es deutlich handfester zu. Der FC St. Pauli und der FC Bayern München trennten sich 4:4, wobei vier der acht Partien entschieden wurden. Richard Rapport gewann am ersten Brett gegen Kirill Alekseenko, Venkatesh Pranav am zweiten gegen Pouya Idani. Bayern antwortete am fünften Brett mit Alvar Alonso Rosell gegen Mads Andersen und am achten mit Matic Lavrencic gegen Benedict Krause. Die übrigen vier Partien, Jonas Bjerre gegen Nijat Abasov, Jesper Sondergaard Thybo gegen Alan Pichot, Bartosz Socko gegen Felix Blohberger und Igor Janik gegen Joseph Girel, endeten remis. Magnus Carlsen, in der Kaderliste von St. Pauli an erster Stelle geführt, stand auch in dieser Runde nicht unter den acht Spielern.
Bayern hat damit fünf Mannschaftspunkte und Platz 3, St. Pauli vier Punkte und Platz 8.
Baden-Baden gewinnt am Ende der Aufstellung
Beinahe hätte es für die OSG Baden-Baden gegen den bis dahin punktlosen SV Deggendorf einen Ausrutscher gegeben. Am dritten Brett schlug Martin Petrov mit 2525 Elo den 140 Punkte stärker eingestuften Rustam Kasimdzhanov. Baden-Baden gewann trotzdem 4½:3½, und zwar unten: Etienne Bacrot besiegte am siebten Brett Dominic Wisnet, und Timur Kocharin gewann am achten gegen die 15 Jahre alte Nataliya Movchan, die mit 1827 Elo gegen einen Gegner mit 2348 antrat, also 521 Punkte darunter. Fünf Partien endeten remis, darunter Maxime Vachier-Lagrave gegen Sunilduth Lyna Narayanan am Spitzenbrett und Matthias Blübaum gegen Venkataraman Karthik. Deggendorf hat nach drei Wettkämpfen weiter keinen Mannschaftspunkt und 9 Brettpunkte.
Der SC Viernheim gewann gegen Werder Bremen mit 5½:2½, ohne eine Partie zu verlieren. Chithambaram Aravindh besiegte am ersten Brett Velimir Ivic, Aydin Suleymanli am zweiten Luke J McShane und David Anton Guijarro am vierten Ihor Samunenkov. An den Brettern drei und fünf bis acht gab es Remis, unter anderem zwischen Anton Korobov und dem 12 Jahre alten Faustino Oro. Viernheim hat nach drei Runden sechs Mannschaftspunkte und 17½ von 24 möglichen Brettpunkten, Bremen steht mit zwei Punkten auf Platz 12.
Neuwied und Berlin gewinnen, zweimal 4:4 im Mittelfeld
Der SC Heimbach-Weis-Neuwied gewann gegen Erkenschwick 5½:2½ durch Siege von Lorenzo Lodici, dem 16 Jahre alten Vaclav Finek, Pranav Anand und Jorge Joao Viterbo Ferreira. Für Erkenschwick punktete nur Mykola Korchynskyi gegen Martin Krämer. Der Aufsteiger hat nun 7 Brettpunkte und als einziges Team weniger als 9. Die SF Berlin besiegten den Düsseldorfer SK 5:3 mit Siegen von Arturs Neiksans gegen Andrey Orlov und Magnus Ermitsch gegen Philipp Leon Klaska bei sechs Remis. Düsseldorf bleibt ohne Mannschaftspunkt.
Zwei Wettkämpfe endeten 4:4. Die SG Solingen und der SC Remagen Sinzig teilten den Punkt, weil Loek Van Wely gegen Peter Prohaszka gewann und Shreyas Royal gegen Ruben Gideon Köllner. Zwischen Bad Mergentheim und Kirchweyhe fielen die Entscheidungen auf den Brettern eins, zwei, fünf und acht. Valeriy Kazakovskiy schlug Samvel Ter-Sahakyan und Vyacheslav Ikonnikov Robert Zelcic, auf der anderen Seite gewannen Ivan Saric gegen Maxim Rodshtein und Erik Van den Doel gegen Timothe Razafindratsima.
Fünf Teams mit vier Punkten, vier noch ohne
Hinter Viernheim und Baden-Baden mit je sechs sowie Bayern mit fünf Mannschaftspunkten liegen Kirchweyhe, Neuwied, Berlin, Mergentheim und St. Pauli mit je vier, wobei die ersten vier alle 13 Brettpunkte haben. Punktlos sind noch Zugzwang, Deggendorf, Düsseldorf und Erkenschwick.
Weiter geht es am Wochenende vom 13. bis 15. November. In der 14. Runde, bei der zentralen Endrunde im April, treffen Viernheim und Baden-Baden aufeinander.
