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Europapokal: Pähtz gewinnt ohne Dame, Tegel punktet erstmals

In der fünften Runde des Europapokals gewannen im Open Berlin, St. Pauli, Erlangen und König Tegel, das erstmals Mannschaftspunkte holte. Matthias Blübaum schlug Jonas Rosner. Bei den Frauen gewann Elisabeth Pähtz mit Monte-Carlo, Köln unterlag Linares, Löberitz schlug Radnicki.

21. Oktober 20265 Minuten LesezeitMatt am Donnerstag

Dame gegen Turm und Bauer, 76 Sekunden auf der Uhr: Mit 31...Lxe4 leitete Elisabeth Pähtz im Europapokal in Budva eine Abwicklung ein, an deren Ende ihre Dame fehlte. Die Großmeisterin (2404) spielte in der fünften Runde für den Cercle d'Echecs de Monte-Carlo mit Schwarz gegen Ralitsa Ilieva (1838) vom Velikova Chess Club. Schwarz stand da schon auf Verlust: Vor 31...Lxe4 sieht Stockfish Weiß mit +5,33 auf Gewinn, und auch der beste Zug von Schwarz ändert daran nichts. Nach 31...Lxe4 32.Lxe4 Dxe4 33.Txe4 Sxe4 waren beide Läufer getauscht, und Pähtz hatte ihre Dame gegen einen Turm und einen Bauern gegeben.

Ilieva – Pähtz, Runde 5Schwarz am Zug: 31...Lxe4, am Ende steht Dame gegen Turm und Bauer

Als Pähtz 31...Lxe4 gespielt hatte, standen bei ihr noch 76 Sekunden auf der Uhr, bei Ilieva 712. Nach dem 40. Zug kam für beide die halbe Stunde dazu, und die Partie beruhigte sich. Nach 43...Sdc3 hat Weiß Dame, Turm und zwei Springer gegen zwei Türme, zwei Springer und einen Läufer, und die Engine sieht die Stellung mit −0,12 ausgeglichen. Gespielt wurde 44.Ta6 Lxc5 45.bxc5 Td3+ 46.Kg4 Txc5.

Ilieva – Pähtz, Runde 5Weiß am Zug: 44.Ta6, danach 44...Lxc5

Acht Züge später war von der Ausgeglichenheit nichts mehr übrig. Vor 52.Db8 steht Schwarz nach Stockfish auch bei bestem Spiel von Weiß mit −7,82 auf Gewinn. Es folgten 52...Sxf4+ 53.Kh4 Sg6+ 54.Kh3 Tf3+ 55.Dg3 Txg3+ 56.hxg3. Auf 55.Kg2 wäre 55...Sh4 Matt gefolgt. Die Partie endete nach 59 Zügen, Pähtz hatte sie ohne Dame gewonnen und steht bei 3½ aus 4.

Ilieva – Pähtz, Runde 5Weiß am Zug: 52.Db8, am Ende steht 56.hxg3

Monte-Carlo gewann 4:0 gegen Velikova. Humpy Koneru schlug Nadya Toncheva (2378) nach 41 Zügen, Stavroula Tsolakidou Anastasia Grozdanovic (2082) ebenfalls nach 41 und Pia Cramling die 1704 gewertete Gabriela Velikova nach 57. Mit 8 Mannschaftspunkten liegt das Team auf Platz 2, hinter CE Gambit Bonnevoie, das nach fünf Siegen aus fünf Wettkämpfen 10 Punkte hat. In der sechsten Runde trifft Monte-Carlo auf SuperChess Romania, für das Dinara Wagner spielt. Wagner remisierte gegen Beloslava Krasteva nach 40 Zügen und steht bei 1½ aus 4. SuperChess gewann 3½:½ gegen Gambit ASEE und hat 7 Punkte auf Platz 4.

Köln verliert, Löberitz gewinnt

Der Klub Kölner Schachfreunde unterlag Club Ajedrez Linares 1:3. Anna Kantane (2210) schlug am zweiten Brett Michalina Rudzinska (2215) nach 51 Zügen, die drei anderen Partien gingen verloren: Anna-Maja Kazarian (2295) unterlag Alicja Sliwicka (2302) nach 57 Zügen, Katharina Reinecke (1911) Viviana Galvan Cipriani (2113) nach 41 und Hannah Sayce (1912) Lucia Follana Albelda (1986) nach 53. Köln hat 4 Mannschaftspunkte und liegt auf Platz 13.

Die SG Löberitz gewann 3:1 gegen SK Radnicki. Ilze Berzina siegte nach 87 Zügen gegen Sri Darshini (2191), Agnesa Stepania Ter-Avetisjana nach 26 gegen Lia-Alexandra Maria (2073), und Rebekka Schuster (1802) schlug Indzi Ajradinoska (1825) nach 35 Zügen. Elina Otikova verlor nach 50 Zügen gegen Alexia-Ioana Hoanca (1935). Löberitz hat 6 Mannschaftspunkte und rückt von Platz 12 auf Platz 10. In der sechsten Runde spielt Löberitz gegen Crvena Zvezda, Köln gegen Gostivar.

Blübaum gewinnt, Berlin und St. Pauli auch

Matthias Blübaum (2666) schlug mit Schwarz Jonas Rosner (2451) nach 42 Zügen, die Partie lief als Englisch. Tuxera Aquaprofit Nagykanizsai gewann 5½:½ gegen Riehen, nur M Pranesh und Markus Ragger trennten sich remis. Gregor Haag, der andere Deutsche bei Riehen, verlor nach 45 Zügen gegen Benjamin Gledura. Blübaum steht bei 3½ aus 4 Partien, das Team mit 9 Mannschaftspunkten auf Platz 4, einen Punkt hinter SuperChess Romania und Novy Bor. In der sechsten Runde trifft es auf Bayegan Pendik, das ebenfalls 9 Punkte hat.

Die Schachfreunde Berlin gewannen 3½:2½ gegen den Breidablik Chess Club A-team. Berlin war im Schnitt 2421 gewertet, die Isländer 2324, trotzdem verlor Marius Fromm (2449) am ersten Brett nach 42 Zügen gegen Vignir Vatnar Stefansson (2534). Magnus Ermitsch schlug Hilmir Freyr Heimisson nach 50 Zügen, Arnd Lauber Benedikt Briem (2239) nach 37, und Emil Schmidek, Tymon Czernek und Sebastian Poltorak remisierten nach 59, 67 und 55 Zügen. Berlin hat vier Siege in fünf Wettkämpfen, 8 Mannschaftspunkte und Platz 13, in der Setzliste war das Team die Nummer 15. Als Nächstes wartet Marseille Echecs.

Der FC St. Pauli antwortete auf die Niederlage gegen Berlin mit einem 4½:1½ gegen VAS, dessen Spieler im Schnitt 210 Punkte niedriger gewertet waren. Can Ertan, Jonah Krause und Triona Eberle gewannen, Aljoscha Feuerstack, Frank Sawatzki und Fabian Müller remisierten. Mit 6 Punkten steht St. Pauli auf Platz 38.

Der SC Erlangen gewann nach zwei Niederlagen mit je ½:5½ jetzt 3½:2½ gegen Hukukcu Fenerbahçeliler. Leon Mons remisierte am ersten Brett gegen Meylis Annaberdiyev, Eduard Miller, Florian Dürr und Daniel Diller gewannen, Michael Willim und Jonas Feldheim verloren. Es war der dritte Sieg in fünf Wettkämpfen, mit 6 Punkten liegt Erlangen auf Platz 47.

Tegel punktet erstmals

König Tegel holte nach vier Niederlagen die ersten Mannschaftspunkte: 5½:½ gegen Cardiff B, dessen Spieler im Schnitt 257 Punkte niedriger gewertet waren. Nur Luise Schmidt gab ein Remis ab, gegen Guy Wagner, die fünf anderen Partien gewannen Stephan Giemsa, Tobias Smith, Daria Pikki, Kristian Dimitrijeski und Josef Roth. Tegel hat 2 Punkte und liegt auf Platz 96.

Der SV Mülheim-Nord verlor 2:4 gegen Nordkalotten, dessen Spieler im Schnitt 140 Punkte höher gewertet waren. Kevin Schmidt gewann, Gunther Voss und Ulf Gohla remisierten, Jan Oltmanns, Tom Bus und Martin Mainusch verloren. Mülheim-Nord hat 4 Punkte und Platz 67. Der TSV Schönaich spielte 3:3 gegen Paul Keres 2, beide Teams waren im Schnitt mit 1942 gewertet. Jan Philipp Rechner, Martin Velitchkov und Daniel Bisanz gewannen, Nils Stukenbrok, Kai Giebler und Moritz Reck verloren. Schönaich hat 2 Punkte und Platz 94.

Der SK Weisse Dame Hamburg unterlag Standard de Liège TAL 1½:4½. Florian Popist, Sebastian Kielhorn und Peter-Rene Mandelbaum remisierten, die anderen drei Partien gingen verloren. Im Kader von Liège stehen fünf Deutsche: Ingo Cordts, Thorsten Cmiel, Ingo Lindam, Patrick Terhuven und Marcel Jügel. Gegen Hamburg gewannen Lindam und Jügel, Cordts und Terhuven remisierten. Jügel hat 4½ aus 5. Weisse Dame hat 2 Punkte und liegt auf Platz 105 von 108.

De Sprenger Echternach trat mit fünf Deutschen an und verlor 1:5 gegen Cheddleton Savills Caterling, das eine Runde zuvor Erlangen ½:5½ geschlagen hatte. Christopher Noé (2502) remisierte am ersten Brett nach 28 Zügen gegen Balazs Csonka, Marc Repplinger nach 67 gegen Max Pert. Noé steht bei 3½ aus 5, Echternach bleibt bei 6 Punkten auf Platz 45. An der Spitze liegen SuperChess Romania und Novy Bor mit je 10 Punkten, sie spielen in der sechsten Runde gegeneinander.

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