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159 Punkte für Tamila Trunz

Die FIDE-Liste vom 1. November bringt den deutschen Spielern vor allem eine große Zahl: Tamila Trunz, 16 Jahre alt, steigt von 2059 auf 2218 und rückt auf Platz 71 der Juniorinnen. Elisabeth Pähtz gewinnt neun Punkte, Dinara Wagner verliert 15, und alle vier besten deutschen Junioren legen zu.

2. November 20262 Minuten LesezeitMatt am Dienstag

2059 stand im Oktober hinter dem Namen Tamila Trunz, jetzt steht dort 2218. Die 16-Jährige gewann in einem Monat 159 Punkte und liegt damit auf Platz 71 der Weltliste der Juniorinnen. Sie ist die einzige Deutsche unter den ersten hundert. In der Oktoberliste war der Deutsche Schachbund dort noch gar nicht vertreten.

Ein Open mit Folgen

Den größten Teil der Punkte brachte das Münsterland Open im Oktober. In der Frauenliste des Schachbunds vom Oktober stand Trunz mit 2059 auf Platz 55. Mit 2218 hätte sie dort Platz 15 belegt, zwischen Bettina Trabert (2222) und Iamze Tammert (2216).

Trunz ist Jahrgang 2010 und gewann im Juni in Willingen die Deutsche Jugendmeisterschaft der U16 bei den Mädchen. Nach dem Titelgewinn sagte sie:

Ich bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe.Tamila Trunz, Deutsche Meisterin U16w · zitiert vom Deutschen Schachbund

Schach hat in der Familie einen festen Platz. Schwester Michelle wurde in Willingen Sechste der U18, und auch die Mutter, Dr. Elena Trunz, trägt den Titel einer Frauen-FIDE-Meisterin.

Pähtz vorn, Wagner zurück

Elisabeth Pähtz bleibt die beste deutsche Spielerin. Beim Europapokal der Frauen gewann sie neun Punkte, steht jetzt bei 2413 und auf Platz 41 der Welt, zwei Plätze besser als im Oktober. Dinara Wagner, die zweite Deutsche unter den ersten hundert, verlor dagegen 15 Punkte und fiel von Platz 58 auf Platz 67. Aus zwölf Punkten Abstand zwischen den beiden (2404 zu 2392) sind damit 36 geworden (2413 zu 2377).

Vier Junioren, alle im Plus

Bei den Junioren legten alle vier Deutschen der Weltliste zu, nur sehr unterschiedlich. Leonardo Costa, Jahrgang 2008, gewann zwei Punkte, kommt auf 2557 und bleibt auf Platz 26. Christian Glöckler gewann acht Punkte (2523, Platz 43 statt 44), Marius Deuer 13 (2507, Platz 59 statt 76) und Vadym Petrovskiy 20 (2496, Platz 76 statt 94). Petrovskiy kletterte damit um 18 Plätze, Costa um keinen.

In der Liste aller deutschen Spieler überholte Costa dennoch David Baramidze, der elf Punkte verlor und jetzt bei 2551 steht. Costa liegt auf Platz 14, gleichauf mit Martin Kraemer, der drei Punkte abgab. Vorher stand er auf Platz 16.

Keymer bleibt, die Mitte rückt

Vincent Keymer führt die deutsche Liste unverändert mit 2761 an, dahinter folgen Matthias Blübaum und Frederik Svane. Weiter hinten ging es enger zu: Niclas Huschenbeth gewann fünf Punkte und rückte mit 2580 von Platz zwölf auf Platz zehn vor, Jan Gustafsson verlor sieben und steht mit 2573 auf Platz zwölf.

In der Länderwertung, dem Schnitt der zehn besten Spieler, bleibt Deutschland mit 2630 auf Platz acht. Im Oktober teilte es sich diese Zahl noch mit Aserbaidschan und Frankreich. Die beiden liegen jetzt bei 2631 und 2632, dazwischen steht Usbekistan mit 2631. Hinter Deutschland folgt die Ukraine mit 2625.

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