Speed Chess Championship XI: Finale in London
Seit zehn Jahren haben nur Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura die Speed Chess Championship gewonnen. Die elfte Ausgabe beginnt im November, das Finale steigt im Februar 2027 in London. Vincent Keymer fehlt bisher im Feld, ihm fehlt ein Punkt.
Zwei Namen standen bisher am Ende jeder Speed Chess Championship: Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura. Chess.com hat am Dienstag, 3. November, die elfte Speed Chess Championship (SCC) angekündigt und feiert damit zehn Jahre des Wettbewerbs. Das Preisgeld beträgt 250.000 Dollar, dazu kommen bis zu 150 Punkte für die Wertung der Champions Chess Tour (CCT). Gespielt wird ab November online, das Finale findet von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Februar 2027, vor Publikum in London statt, in den 180 Studios. Dort schlug Carlsen im Februar 2026 Alireza Firouzja und holte seinen fünften Titel.
Zwei Namen auf dem Pokal
Die erste SCC wurde 2016 für 40.000 Dollar gespielt, mit Carlsen, Nakamura und Fabiano Caruana am Brett. Carlsen gewann die ersten beiden Ausgaben, dann holte Nakamura den Titel von 2018 bis 2022, zuletzt mit einem Finalsieg über den Norweger. Seit 2023 steht Carlsen wieder ganz oben, dreimal hintereinander.
Die jüngste Ausgabe endete im Februar 2026 in London mit einem 15:12 für Carlsen gegen Firouzja. Im Spiel um Platz drei schlug der 19-jährige Denis Lazavik den Favoriten Nakamura mit 13,5:12,5. Carlsens Siegprämie lag bei 38.888,89 Dollar, fast so hoch wie der gesamte Preisfonds von 2016. Der Gesamtfonds war schon im Vorjahr derselbe wie jetzt.
SCC XI ist eine Feier all dieser Momente und der Gemeinschaft, die ihnen Bedeutung gibt.Michael Brancato, Events Commissioner von Chess.com · übersetzt nach Chess.com
Sechzehn Spieler, drei Abschnitte je Match
Am Modus ändert sich nichts. Sechzehn Spieler treten im K.-o.-System an, jedes Match besteht aus zwei Blitz- und einem Bullet-Abschnitt. Im Vorjahr liefen sie mit 5+1, 3+1 und 1+1. Wer gewinnt, bekommt 150 Punkte für die CCT-Wertung und damit einen Vorsprung im Rennen um einen von zwölf Plätzen beim Esports World Cup. Zum Vergleich: Nakamura führt diese Wertung derzeit mit 36 Punkten an.
Acht Plätze vergibt der Titled Tuesday. Zählbar waren alle Turniere seit dem 1. September, und die Tabelle nach dem Turnier vom 3. November entscheidet: Nakamura (36 Punkte), Firouzja (21), Sina Movahed (20), Hans Niemann (19), Dmitry Andreikin (19), Wesley So (18), Lazavik (18) und Vladislav Artemiev (17). Firouzja gewann das Turnier an diesem Tag ungeschlagen mit 10 aus 11, schlug in der zehnten Runde Nakamura und sprang auf Platz zwei.
Die Ankündigung nennt sieben weitere Namen: Carlsen, Caruana, den Usbeken Javokhir Sindarov, der als Weltranglistenvierter und Herausforderer um die Weltmeisterschaft zum ersten Mal dabei ist, dazu Praggnanandhaa Rameshbabu, Nihal Sarin, den Türken Yagiz Erdogmus und Nodirbek Abdusattorov. Ein sechzehnter Name fehlt in der Aufzählung.
Keymer fehlt ein Punkt
Vincent Keymer stand vor dem Titled Tuesday noch unter den ersten acht. Mit 16 Punkten ist er jetzt Neunter, einen Punkt hinter Artemiev. Weitere Plätze können noch über Einladungen und Absagen frei werden, die Reihenfolge in der CCT-Wertung allein entscheidet also nicht endgültig über das Feld.
Aus dem deutschsprachigen Raum folgen in der Wertung IM Tobias Koelle auf Platz 21 mit 5 Punkten, Dmitrij Kollars auf Platz 25 und Matthias Blübaum auf Platz 27 mit je 4 Punkten sowie Frederik Svane auf Platz 42 mit einem Punkt.
