Die FIDE besetzt ihre Verwaltung
Vier Tage nach der Vorstellung der neuen Struktur und einen Tag nach dem Präsidialbüro folgt der dritte Baustein: die Verwaltung. Generalsekretärin Alina Dvoretskaya bekommt vier Bereichsleiter, darunter Ex-Europameister Pavel Tregubov für den Sport.
Nach dem Präsidialbüro ist jetzt die Verwaltung dran. Am 30. Oktober hat die FIDE die ersten Mitglieder des Teams genannt, das den Verband im Alltag am Laufen halten soll. Geleitet wird es von Generalsekretärin Alina Dvoretskaya, die bisher Director General der Schulschachföderation ISCF war. Ihre Mannschaft soll die Beschlüsse der FIDE umsetzen und die laufende Arbeit der einzelnen Abteilungen koordinieren. Die erste Stufe umfasst vier Kernbereiche.
Vier Bereiche, vier Namen
Marat Umutpayev übernimmt das Recht. Er ist ein internationaler Jurist aus Kasachstan, der sich mit grenzüberschreitenden Rechtsfragen befasst hat. Bei der FIDE soll er die Tätigkeit des Verbands rechtlich begleiten und darauf achten, dass die Satzungen und Regelwerke eingehalten werden.
Nadezhda Kravchuk wird für Außenbeziehungen und Kommunikation zuständig. Sie ist keine Neue: Sie hatte schon mehrere Aufgaben im Verband und übernahm dabei nach und nach mehr Verantwortung. Die FIDE nennt ihren Weg ausdrücklich als Beispiel für die beruflichen Aufstiegschancen, die die neue Struktur fördern soll.
Anton Zhuravlev leitet die Abteilung für Turniere und Veranstaltungen. Er organisiert seit vielen Jahren große internationale Schachwettbewerbe. Bei der FIDE plant er künftig Veranstaltungen und stimmt sich mit den Ausrichtern ab.
Pavel Tregubov schließlich führt den Sport. Der Großmeister, geboren 1971 in Krasnodar, trägt den Titel seit 1994. Im Jahr 2000 gewann er im italienischen Saint-Vincent die erste Einzel-Europameisterschaft überhaupt, mit 8 Punkten aus 11 Partien. Er gehört zu den Gründern der Spielervereinigung ACP, wo er heute die ACP Tour leitet, und war dort früher Präsident. Seit März 2023 spielt er für Frankreich, zuvor für Russland. In der FIDE kümmert er sich künftig um sportliche Fragen, darunter die Turnierregeln und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Gremien des Verbands.
Tagesgeschäft statt Strategie
Damit zeichnet sich die Arbeitsteilung klarer ab. Das Präsidialbüro unter Adil Kozhikhov widmet sich den strategischen Schwerpunkten und den großen internationalen Projekten. Die Verwaltung dagegen führt aus und koordiniert, was in den Abteilungen täglich anfällt. Recht, Kommunikation, Turniere und Sport sind genau die Felder, die ein Verband im Alltag ständig bedient.
Fertig ist das Team noch nicht. Die FIDE baut es aus erfahrenen Mitarbeitern und neu hinzukommenden Fachleuten auf und lädt qualifizierte Interessenten ausdrücklich ein, sich für weitere Aufgaben in der Verwaltung zu melden. Weitere Ernennungen sollen zu gegebener Zeit folgen. Eine Übersicht der Abteilungen und ihrer Zuständigkeiten liegt der neuen Organisationsstruktur bei.
