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Bundesliga-Start: Drei Runden, drei Zeiten, erstmals Live-Kommentar

Freitag 16 Uhr, Samstag 14 Uhr, Sonntag 10 Uhr: Das erste Wochenende der neuen Bundesliga-Saison verlangt den Mannschaften einiges ab. Vier Spielorte, vier Vierergruppen, und zum ersten Mal begleitet SchachdeutschlandTV die gesamten Spieltage mit Live-Kommentar.

9. Oktober 20263 Minuten LesezeitMatt am Freitag

Jede Runde beginnt früher als die vorige. Am Freitag werden die Bretter um 16 Uhr freigegeben, am Samstag um 14 Uhr, am Sonntag schon um 10 Uhr, und das gilt für alle vier Spielorte. Drei Begegnungen innerhalb eines Wochenendes zeigen, welche Vereine ihre Spitzenspieler tatsächlich einsetzen können und welche auch dann stabil bleiben, wenn Stammkräfte fehlen.

Vier Orte, vier Vierergruppen

Gespielt wird in Gruppen zu je vier Mannschaften, jeder gegen jeden. Ausrichter sind MSA Zugzwang, der SC Remagen Sinzig, der SK Kirchweyhe und der SC Heimbach-Weis-Neuwied.

Bei Zugzwang trifft am Samstag der FC Bayern auf den Gastgeber, und der Hamburger SK spielt gegen den FC St. Pauli. Am Sonntag folgen St. Pauli gegen Bayern und Hamburg gegen Zugzwang. Bei Remagen Sinzig spielt Baden-Baden am Samstag gegen den Gastgeber und Solingen gegen Deggendorf, am Sonntag Deggendorf gegen Baden-Baden und Solingen gegen Remagen Sinzig. Der Aufsteiger hat damit an einem Wochenende Deggendorf, Baden-Baden und Solingen vor sich.

In Kirchweyhe stehen am Samstag Kirchweyhe gegen Düsseldorf und Berlin gegen Bad Mergentheim auf dem Plan, am Sonntag Bad Mergentheim gegen Kirchweyhe und Düsseldorf gegen Berlin. Bad Mergentheims Teamchef Johannes Raps erwartet Düsseldorf und Berlin im Abstiegskampf, Kirchweyhe zählt er dagegen nicht zu den Abstiegskandidaten. Punkte gegen die direkte Konkurrenz zum Start wären für ihn deshalb wichtig. In Neuwied spielt der Gastgeber am Samstag gegen Viernheim, Werder Bremen gegen Erkenschwick. Am Sonntag treffen Viernheim und Bremen aufeinander, Erkenschwick spielt gegen den Gastgeber.

Erstmals ein Programm für die ganze Liga

Dass eine Liga, die als eine der stärksten der Welt gilt, keine eigene Live-Kommentierung hatte, wurde in den letzten Jahren immer wieder angemahnt. Jetzt steigt der Deutsche Schachbund mit SchachdeutschlandTV ein. Über YouTube und Twitch sollen die gesamten Spieltage begleitet werden, den Anfang machen WGM Josefine Safarli und WCM Katharina Reinecke.

Bisher gab es nur Angebote einzelner Vereine. Der SC Viernheim sendet seit Längerem mit GM Ilja Zaragatski und Angelika Valkova, konzentriert sich dabei aber auf die eigenen Mannschaftskämpfe, und das soll so bleiben. St. Pauli und Bayern München boten bei ausgewählten Spieltagen ebenfalls Formate an. Der FC Bayern ist auch an diesem Wochenende dabei: GM Klaus Bischoff, der Rekordspieler der Bundesliga, kommentiert die Partien aus München, wo Zugzwang Gastgeber ist.

Oro gegen Viernheim, Ivanchuk im November

Für Werder Bremen wird der Sonntag zur größten Aufgabe. Faustino Oro ist der zweitjüngste Großmeister der Geschichte und an Brett sechs gemeldet. Sollte er spielen, könnte er in Neuwied einer der stärksten Mannschaften Europas gegenübersitzen. Ob er aufgestellt wird, ist allerdings offen.

Auch der nächste Block bringt Begegnungen mit Geschichte. Ivanchuk am Spitzenbrett von Remagen Sinzig und Oro treffen mit ihren Teams in Runde 5 aufeinander, am 14. November. Ein Duell der beiden wird es voraussichtlich nicht geben, weil der Ukrainer am ersten Brett sitzt und Oro an sechs. Frederik Svane vom Hamburger SK und Matthias Blübaum von Baden-Baden, die bei der Olympiade zusammen Bronze gewannen, treten dagegen erst am 12. Februar in Runde 7 gegeneinander an, wenn Hamburg und Baden-Baden aufeinandertreffen.

Der neue Spielplan gefällt mir gut. Es kommen weniger Reisen und damit auch weniger Kosten auf uns zu.Johannes Raps, Teamchef der SF Bad Mergentheim

Raps sieht in dem neuen Rhythmus auch einen Nachteil: Spieler müssen für die Freitagsrunde teilweise Urlaub nehmen. Dafür bringen drei Runden in Folge aus seiner Sicht etwas mehr Turnieratmosphäre. Das nächste Wochenende steht vom 13. bis 15. November an.

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