Julius Lücke gewinnt das Deizisauer Herbstopen mit 6 aus 7
Beim 20. Internationalen Deizisauer Herbstopen setzte sich mit Julius Lücke ein Spieler des Ausrichters durch: Mit Elo 2000 an Nummer 32 gesetzt, kam er auf 6 Punkte aus 7 Partien. Dieselbe Punktzahl hatte IM Adrian Gschnitzer, den die Buchholzwertung auf Rang zwei verwies.
Vor der siebten Runde am Montag um 15:30 Uhr führte IM Adrian Gschnitzer mit 5,5 Punkten allein. Julius Lücke, mit Elo 2000 weit unter den Titelträgern im Feld gesetzt, hatte einen halben Punkt weniger. Am dritten Brett gewann er mit Weiß gegen FM Josef Gheng vom SK Wernau. An den ersten beiden Brettern gab es dagegen nur Remisen: Melis Mamatov und Gschnitzer trennten sich ebenso unentschieden wie IM Jonathan Carlstedt und FM Enis Zuferi. Damit hatten Lücke und Gschnitzer jeweils 6 Punkte, und die Buchholzwertung entschied mit 31 zu 29,5 für Lücke.
Ein Feld mit Titelträgern
Das A-Open der 20. Auflage umfasste 129 Spieler mit einem Elo-Schnitt von 1902. Gespielt wurde vom 23. bis 26. Oktober in der Gemeindehalle Deizisau, sieben Runden im Schweizer System mit 90 Minuten für die Partie und 30 Sekunden Zuschlag je Zug. Die erste Runde begann am Freitagabend um 18:30 Uhr, danach standen an den drei folgenden Tagen jeweils zwei Runden um 10:30 und 15:30 Uhr an. Neben dem A-Open gab es ein B-Open für Spieler mit einer DWZ unter 1900 und ein C-Open für Spieler unter 1650. Im Vorjahr hatten alle Gruppen zusammen mit 304 Teilnehmern einen Rekord gebracht.
Auf der Startrangliste standen ein Großmeister, zwei Internationale Meister, drei FIDE-Meister und zwei Kandidatenmeister. An der Spitze war IM Jonathan Carlstedt (Elo 2437) gesetzt, dahinter IM Adrian Gschnitzer (2419), FM Enis Zuferi (2369) und FM Melis Mamatov aus Kirgisistan (2345). Der einzige Großmeister, Spyridon Skembris aus Griechenland, startete mit Elo 2267 an Nummer fünf für den SC Grunbach.
Fünf Siege in Folge
Lückes Turnier hatte einen Dämpfer, aber nur einen. Nach einem Auftaktsieg mit Weiß gegen Alexander Katzenstein (Elo 1786) verlor er in der zweiten Runde mit Schwarz gegen den Topgesetzten Carlstedt. Danach gewann er fünfmal nacheinander: gegen Benjamin Singh, mit Schwarz gegen Rainer Krauß, dann gegen Markiyan Bodriyenko, mit Schwarz gegen Alexandre Divry und zum Schluss gegen Josef Gheng. Gegen Bodriyenko (2090), Divry (2194) und Gheng (2169) saß er jeweils einem Spieler mit höherer Elo-Zahl gegenüber. Lücke spielt für die Schachfreunde Deizisau, also für den Ausrichter des Turniers.
Gschnitzer von der SV 1947 Walldorf blieb ungeschlagen. Er gewann fünf Partien und teilte in der fünften Runde mit Zuferi sowie in der letzten mit Mamatov den Punkt. In der sechsten Runde schlug er mit Schwarz Nils Wurmbauer, der zwei Runden zuvor Carlstedt besiegt hatte. Carlstedt fing sich nach dieser Niederlage und gewann die fünfte und sechste Runde. Das Remis gegen Zuferi in der Schlussrunde brachte ihm 5,5 Punkte und Platz vier.
Mit je 5,5 Punkten folgten Zuferi als Dritter, Carlstedt, Mamatov und Skembris, der in der Schlussrunde mit Schwarz gegen Richard Walter gewann. Auf 5 Punkte kamen Divry, Wurmbauer, Dominik Gheng vom SK Wernau und Josef Martin Neiß vom SK Mering.
