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Das Präsidialbüro der FIDE ist besetzt

Drei Tage nach der Vorstellung der neuen Struktur stehen die Namen im Präsidialbüro der FIDE fest. Unter Leiter Adil Kozhikhov arbeiten drei Sonderbeauftragte und vier Vertreter von Präsident Timur Turlov, mit je eigenem Zuständigkeitsbereich.

29. Oktober 20263 Minuten LesezeitMatt am Donnerstag

Am 26. Oktober hatte Timur Turlov die neue Organisationsstruktur der FIDE vorgestellt, am 29. Oktober gab die FIDE bekannt, wer im neu geschaffenen Präsidialbüro sitzt. Geleitet wird es von Adil Kozhikhov. Das Büro soll die strategischen Schwerpunkte des Verbands umsetzen und die internationale Zusammenarbeit stärken. Dazu gehört die Arbeit mit Partnern und mit den nationalen Verbänden ebenso wie die Koordination einzelner Projekte und Initiativen. Jeder der Ernannten ist für bestimmte Tätigkeitsfelder des Verbands zuständig.

Drei Sonderbeauftragte des Präsidenten

Emil Sutovsky wird Chief Executive Adviser. Er soll die Beziehungen zu den wichtigsten strategischen Partnern der FIDE pflegen, große Partnerschaftsinitiativen entwickeln und Projekte von besonderer Bedeutung begleiten. Hinzu kommen Einzelaufträge des Präsidenten. Der Israeli, Jahrgang 1977 und in Baku geboren, wurde 1996 Großmeister und im selben Jahr Juniorenweltmeister. 2001 gewann er die Einzel-Europameisterschaft, 2005 das Aeroflot Open in Moskau. Er spielte neunmal für Israel bei Olympiaden, 2010 holte er Gold für das beste Einzelergebnis am zweiten Brett. Von 2012 bis 2019 führte er die Spielervereinigung ACP, von 2018 bis 2022 war er Director General der FIDE, danach CEO.

Victor Bologan ist Sonderbeauftragter für globale Entwicklung. Er soll das Schach fördern und die Beziehungen zu den Landesverbänden stärken, auch beim FIDE Development Fund. Außerdem ist er an großen Digitalisierungsprojekten beteiligt, die den Betrieb und die Dienste der FIDE modernisieren sollen. Der Moldauer wurde 1971 in Chișinău geboren, ist seit 1991 Großmeister und lebt in Doha. Er gewann 2003 sowohl das Aeroflot Open als auch das Turnier in Dortmund und siegte 2000 und 2001 beim Karpov-Turnier in Poikovsky. Als Autor schrieb er mehrere Eröffnungsbücher, etwa über Katalanisch und Königsindisch.

Dana Reizniece ist Sonderbeauftragte für soziale Entwicklung. Sie betreut die sozialen Projekte der FIDE gemeinsam mit Verbänden und Partnern. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zum Schach und Vorhaben, die Schach für Inklusion und die Entwicklung von Gemeinschaften nutzen. Die Lettin, Jahrgang 1981, ist Woman Grandmaster und gewann von 1998 bis 2001 viermal die lettische Frauenmeisterschaft. Von 2014 bis 2016 war sie Wirtschafts-, danach bis 2019 Finanzministerin ihres Landes. 2021 wechselte sie als Managing Director zur FIDE.

Vier Vertreter mit eigenem Auftrag

Mohamed Al-Mudahka ist Vertreter für internationale Beziehungen. Akaki Iashvili koordiniert als Vertreter für Sonderprojekte besondere FIDE-Projekte, die gezielte Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Schachgemeinschaft brauchen. Willy Iclicki kümmert sich als Vertreter für die Teilnahme am Schach um mehr Beteiligung, vor allem von Amateuren, Senioren und Schachgemeinschaften in kleinen Nationen. Zhu Chen leitet das FIDE-Büro in Shenzhen und soll dort die Projekte des Verbands umsetzen helfen. Die Chinesin, 1976 in Wenzhou geboren, war von 2001 bis 2004 Weltmeisterin der Frauen und spielt seit 2006 für Katar.

Erfahrung und neue Methoden

Die FIDE beschreibt die Ernennungen als Teil des Aufbaus der neuen Führungsstruktur. Sie soll die Verantwortung klarer verteilen und Projekte wirksamer umsetzen. Die Vertreter des Präsidenten sollen dabei eine aktive Rolle spielen und ihre berufliche Erfahrung sowie ihre internationalen Netzwerke einbringen. Die Kombination von Fachleuten, die seit Jahren im internationalen Schach arbeiten, mit neuen Managementansätzen soll die Zusammenarbeit mit nationalen Verbänden und Partnern weltweit stärken. Das passt zu dem, was Turlov bei der Vorstellung des Umbaus angekündigt hatte: Neulinge und erfahrene Kräfte sollen ein gemeinsames Team bilden.

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