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Zimmner Jubiläumsopen: Medvedyk gewinnt nach Feinwertung

Bis zur letzten Runde führte Samir Mohammad das 2. Zimmner Jubiläumsopen allein an. Dann verlor er am Spitzenbrett, und zwei Verfolger zogen vorbei. FM Volodymyr Medvedyk und der Setzlistenerste Fabian Schlottmann kamen beide auf 6 aus 7, die Buchholzwertung entschied für Medvedyk.

4. Oktober 20262 Minuten LesezeitAusgabe 1

Sonntag, 14:30 Uhr, siebte und letzte Runde in der Mehrzweckhalle von Groß-Zimmern. Am ersten Brett saß FM Samir Mohammad von der SVG Saarbrücken mit 5,5 Punkten und einem halben Zähler Vorsprung auf fünf Verfolger. Ihm gegenüber saß allerdings der Setzlistenerste, FM Fabian Schlottmann vom SV Bönen, und der gewann mit Weiß. Am Brett daneben schlug FM Volodymyr Medvedyk von den Schachfreunden Wolfhagen Calvin Wenzel. Damit standen zwei Spieler bei 6 Punkten, und Mohammad rutschte auf Rang vier.

Den Turniersieg entschied die Buchholzwertung, also die Ausbeute der Gegner. Medvedyk kam auf 29,5, Schlottmann auf 27,5. Beide blieben ungeschlagen und holten fünf Siege und zwei Remis. Eines davon spielten sie am Sonntagmorgen in Runde 6 gegeneinander. Den anderen halben Punkt gab Medvedyk gegen den späteren Dritten Albert Lemba ab. Schlottmann ließ ihn schon in Runde 2 gegen Richard Braak liegen, der mit einer Elo von 1974 genau 400 Punkte weniger mitbrachte als er.

Mohammad hatte bis zum Schlussnachmittag nur einen halben Punkt abgegeben, und zwar in Runde 4 gegen Steffen Heß. Der ist Vorsitzender des gastgebenden SC Groß-Zimmern, war Turnierleiter und spielte nebenbei selbst mit. In Runde 6 schlug Mohammad noch Lemba und ging als alleiniger Spitzenreiter in die letzte Partie. Hinter den beiden Siegern landeten fünf Spieler mit 5,5 Punkten, neben Lemba und Mohammad auch FM Sebastian Gramlich, CM Harshill Pradeep und Peter Nies.

Das Turnier trägt das Ortsjubiläum im Namen. Gefeiert werden „750 Jahre Groß-Zimmern“, und es war die zweite Auflage. Gespielt wurden sieben Runden über den Tag der Deutschen Einheit, mit 90 Minuten plus 30 Sekunden je Zug. In der Schlusstabelle stehen 147 Namen, der Preisfonds lag bei 2.550 Euro, davon 500 für den Sieger. Eine nette Idee stand weiter unten in der Preisliste, nämlich 35 Euro Jubiläumspreis für Platz 75. Dort steht in der Endtabelle mit Andreas Heun ein Spieler des Gastgebers. Den größten Elo-Sprung des Turniers machte ebenfalls ein Groß-Zimmerner. Lev Cherniavskii legte 98 Punkte zu.

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