Schachcoach
Schachnews › International › Nachwuchs

Evren Ucok, der Geldgeber hinter Erdogmus und Sivanandan

Hinter einigen der größten Talente der Welt steht derselbe Geldgeber. Der Unternehmer Evren Ucok soll in drei Jahren mehr als fünf Millionen Dollar für Schach ausgegeben haben. Die Zahl steht in einem Porträt, und das hat ein enger Freund geschrieben, der am Programm selbst beteiligt ist.

4. Oktober 20262 Minuten LesezeitAusgabe 1

Nach dem Turnier in Cannes im Februar sitzen ein Geschäftsmann, ein Großmeister und zwei Kinder am Brett und spielen Tandem. Evren Ucok und Bodhana Sivanandan verlieren jede Partie gegen Trainer Mert Erdogdu und Luca Protopopescu. Die Sieger konnten sich auf Französisch absprechen, und das verstehen die beiden anderen nicht. Das sei zumindest die Ausrede der Verlierer gewesen, heißt es in einem Porträt, das jetzt über ihn erschienen ist.

Ucok ist der Mann, der diese Runde bezahlt. Der Unternehmer hat demnach in drei Jahren mehr als fünf Millionen Dollar für Schach ausgegeben. Dazu solltet ihr wissen, wer den Text geschrieben hat. Autor ist Selim Gurcan, FIDE-Meister, seit Jugendtagen mit Ucok befreundet und selbst am Programm beteiligt. Entsprechend freundlich fällt das Porträt aus, und alle Zahlen darin stammen aus dem Programm selbst.

Angefangen hat es mit Erdogmus

Am Anfang stand ein einziger Spieler. Yagiz Kaan Erdogmus war im August 2023 kurz davor, mit dem Schach aufzuhören, weil die Unterstützung fehlte. Ucok sagte zu, ihn mindestens fünf Jahre zu fördern. Erdogdu übernahm das Training, später Shakhriyar Mamedyarov. Im April 2024 war Erdogmus Großmeister. Mit 14 überschritt er als Jüngster der Geschichte die 2700, und bei der Olympiade in Samarkand holte er am ersten Brett der Türkei 8 aus 10 und Silber.

Danach wuchs die Gruppe. Bodhana Sivanandan gehört seit Januar 2026 dazu, vermittelt von Malcolm Pein. Seit März 2026 fördert Ucok auch einen Deutschen, den 14-jährigen Christian Glöckler, auf den ihn Stefan Löffler aufmerksam gemacht hatte. Glöckler gewann im Juli das Meister-Open in Biel mit 8 aus 10 und holte dabei seine erste Großmeisternorm. Dazu kommen unter anderen Luca Protopopescu, Marc Llari, Atilla Kuru, Aydin Suleymanli, Isik Can und Ediz Gurel.

Trainer, Psychologe, Ernährungsplan

Bezahlt werden das Training durch bekannte Großmeister, Turnierkosten, Trainingslager, Sportpsychologie, Ernährungsberatung, Fitness und bei Bedarf ein Zuschuss für die Familie. Ucok unterstützt außerdem die Schachklubs von Marseille, Monte Carlo und Istanbul, wo er selbst als Jugendlicher gespielt hat, und die Europäische Schachunion beim Frauen- und Seniorenschach. Geld fließt auch in Technik, etwa in Engines, in eine Plattform für ernsthafte Spieler und in Untersuchungen zu Kleinstgeräten, mit denen am Brett betrogen wird. Die Erkenntnisse gingen an FIDE, ECU, nationale Verbände und Veranstalter.

Warum er das tut, erklärt Ucok mit einer Sorge. Kinder hingen an Kurzvideos und verlören die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und logisch zu denken. Schach sei dagegen eines der besten Mittel. 50 bis 100 Stunden Wettkampfschach, schätzt er, verbessern Konzentration, Bescheidenheit und logisches Denken bei Kindern spürbar und dauerhaft. Eine Studie dazu nennt der Text nicht, es ist seine Einschätzung.

Selbst besser werden?

Bock auf Training?

Das erste Gespräch ist immer kostenlos.

Erstgespräch anfragen →

Über die Schachnews

Die Schachnews entstehen mit Unterstützung einer KI aus den verlinkten Quellen. Marcus Schmücker sieht jede Ausgabe durch, bevor sie erscheint. Einen Fehler gefunden? Schreib an kontakt@schachcoach.com.